Das Wort zum Fashion Revolution Day

Heute ist Fashion Revolution. Motto: Who made your clothes? We believe in a fashion industry that values people, the environment, creativity and profit in equal measure. Tragt eure Kleidung mit der Innenseite nach Außen und fragt danach wer eure Kleidung hergestellt hat.

Die letzten Tage hat mich eine Diskussion auf Facebook nicht losgelassen. Die Frage war eigentlich ganz harmlos und simpel: „Wieviel Meter Stoff kaufst du wenn dir ein Stoff „über den Weg läuft“ und gefällt, du aber noch nicht genau weiß wofür du ihn verwenden willst?“ Die Antworten waren genauso simpel und einleuchtend, wie etwa „1-1,5m wenn´s für mich ist und 0,5m wenn´s fürs Kind sein soll“ etc Und dann war diese eine Antwort die mir nicht aus dem Kopf wollte: „Kommt auf den Preis an, meistens 1m, wenn besonders guenstig u sensationell auch mal 2m, aber was ist schon billig u genial? 😉 Und bei besonders teuren, hochwertigen, die ich aber uuuuunbedingt haben muss, nehm ich 0,7m, da geht sich genau ein Shirt fuer mich aus“. 

Und so funktioniert es ja. Unser Gehirn sagt, wenn etwas günstig zu haben ist können wir beruhigt kaufen, auch mehr als wir brauchen. Ohne schlechtes Gewissen.

Eine andere, sehr häufig gestellte, Frage ist: „Wo bekomme ich Stoffe zu humanen Preisen?“ Ich nehme an die FragestellerIn meint einen für den Kunden humanen Preis. Kaum jemand von uns reagiert darauf, denn wir wollen ja alle schöne Stoffe um wenig Geld. Wäre diese Frage jedoch im Bezug auf den Bekleidungshandel gefallen, würden wir uns schämen. Keiner will so recht zugeben, daß er schon mal bei einem Bekleidungsdiscounter eingekauft hat. Denn das würde dann so lauten: „Wo bekomme ich ein T-Shirt her, daß so billig wie möglich produziert wurde, so daß ich mir gleich 3 kaufen kann obwohl ich nur 1 brauche?“

Teuer ist aber nicht gleich besser. So viel wissen wir auch. Es ist für Konsumenten (und auch für Firmen) oft unmöglich festzustellen unter welchen Bedingungen produziert und gehandelt wird. Aber eins können wir leicht: weniger und bewusster konsumieren. Nicht zu kaufen weil es billig ist, sondern das zu kaufen was wir wollen und uns wirklich gefällt, in der Menge die wir brauchen.

 

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